Dienstag, 16. April 2024

BR213: Premiere des Interieur der kommenden E-Klasse

Die Instrumententafel prägt das digitale Erlebnis im Interieur. Ist die E-Klasse mit dem optionalen Beifahrer-Bildschirm ausgestattet, erstreckt sich die große Glasfläche des MBUX Superscreens bis zum Zentral-Display. Optisch losgelöst davon befindet sich im Sichtfeld der Fahrerin oder des Fahrers das hochauflösende Kombi-Display.

Die Kontur des Deckglases ist dynamisch gestaltet. Für das Zentral-Display ist die Glasfläche entsprechend nach unten erweitert. Nach außen wird das Profil flach. An die obere Kontur der Glasfläche schmiegt sich ein schmales Düsenband. Es verbindet die zentrale Düse mit den Außendüsen zu einer Einheit.

Die Modelle ohne Beifahrer-Display besitzen ein großes Zierteil, das sich bis zur Mitte erstreckt. Optisch abgekoppelt, scheint das Zentral-Display über der konkav geformten Oberfläche dieses Zierteils zu schweben.

Den vorderen Bereich der Instrumententafel durchzieht das Lichtband der Aktiven Ambientebeleuchtung. In einem großen Bogen führt es von der Frontscheibe an den A-Säulen vorbei in die Türen. So entsteht ein großzügiges Raumgefühl, da die Türverkleidungen mit dem Kragen der Instrumententafel zu einer Einheit verschmelzen. Eine scheinbar schwebende Bedieninsel im oberen Bereich der Türverkleidungen passt sich in der Optik an die Glasoberflächen der Bildschirme an.

Die Mittelkonsole ist als homogener Körper ausgeführt und schließt geradlinig an den unteren Bereich der Instrumententafel an. Vorne ist in das dreidimensional geformte Zierteil ein Ablagefach mit Deckel und Cupholdern integriert. Im hinteren Bereich der Mittelkonsole befindet sich eine weich gepolsterte Armauflage. Im Fach darunter sind USB-Anschlüsse untergebracht.

Das Türmittelfeld geht mit einem konkaven Schwung nahtlos („seamless“) in die Armauflage über. Deren vorderer Bereich ist als metallisches Hightech-Element ausgeführt. Es dient als Halte- und Zuziehgriff und beinhaltet die Schalter für die Fensterheber. Weiteres Highlight ist die schwebende Bedieninsel mit dem Türöffner und den Bedienelementen für die Sitzfunktionen.

23C0014 010Die Konturen der Sitzfläche und der -lehne fließen elegant von innen nach außen und scheinen durch ihr Layer-Design über dem Grundkörper des Sitzes zu schweben. Vertikale Abheftungen folgen der Außenkontur und öffnen sich in ihrer Breite nach oben. Assoziation der Interieur-Designer war die organische Schönheit von Muscheln. Wählt die Kundin oder der Kunde die Lederausstattung, sind die Sitze mit aufwändigen Längspfeifen ausgeführt, die in Einzelbahnen gefertigt sind. Die Nappa-Ledersitze tragen gesteppte und perforierte Rauten als Muster, die der Sitzform folgen. Auch der im Rahmen der AMG Line Interieur angebotene Sitz mit DINAMICA ist perforiert.

Umfangreiches Angebot an Interieurfarben und Zierteilen

Das Color & Trim-Konzept vermittelt einen technoiden Charakter. E-Klasse Käufer können zwischen zahlreichen Farbkombinationen im Interieur wählen. Die Palette reicht von hellem Beige kombiniert mit Spacegrau samt wertigem Pearl-Effekt über das moderne, zimtfarbene Tonkabraun bis hin zum coolen und technisch wirkenden Grau.

Die Oberflächen des Interieur sind ab der Basisausstattung mit einer neuen Feinnarbe versehen, was den modernen Charakter unterstreicht. Das Spannungsfeld aus analogem und digitalem Sinneserlebnis wird durch die große Spannbreite der Zierteile mit innovativen, natürlichen oder technoiden Oberflächen erweitert. Exklusiv in der E-Klasse ist ein Zierteil aus offenporigem Holz – dunkle Esche –, das vom Mercedes-Benz Pattern hinterleuchtet wird.

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Neben weiteren Zierteilen mit offenporigen Hölzern steht auch die aus der S-Klasse bekannte Variante „MANUFAKTUR Klavierlack schwarz flowing lines“ zur Wahl. Weiteres Highlight ist ein Zierteil mit einem silberfarbenen Metallmischgewebe. Aufgrund seines Hochglanz-Finishs mutet es sehr futuristisch an.

Individualisierbares UI-Design

Die Hauptsymbole („Main Icons“) auf Zentral- und optionalem Beifahrer-Display sind nun einfacher dargestellt und orientieren sich auch farblich an den Kacheln von Smartphones. Dadurch kann sie die Fahrerin oder der Fahrer noch intuitiver erkennen.

Mit zwei Anzeigestilen (Klassisch und Sportlich) sowie drei Modi (Navigation, Assistenz, Service) lässt sich die Grafik der Bildschirme individualisieren. Im Stil „Klassisch“ empfängt die Fahrerin oder den Fahrer die bekannte Anzeigewelt mit der Optik zweier Rundinstrumente. Zwischen beiden Tuben werden wechselnde Inhalte mit fahrrelevanten Informationen angezeigt.

In der Anzeigevariante „Sportlich“ dominiert die Farbe Rot, der zentrale Drehzahlmesser ist dynamisch inszeniert. Ein ganzheitlich beeindruckendes Farberlebnis entsteht im Innenraum durch die optional sieben Farbwelten der Ambientebeleuchtung.

In-Car-Apps

Bisher fanden Apps hauptsächlich dadurch ins Auto, dass sie vom Smartphone der Benutzerin oder des Benutzers in das Infotainmentsystem gespiegelt wurden. Apple Car Play oder Android Auto sind solche Systeme, mit denen sich einige Funktionen des Mobilgeräts während der Fahrt auf dem Zentral-Display nutzen lassen. Die Software-Expertinnen und -Experten von Mercedes-Benz haben nun einen neuen Kompatibilitäts-Layer entwickelt, der die Installation von Drittanbieter-Apps erlaubt.

So kann die Fahrerin oder der Fahrer für die Kollaborationsanwendung „Webex“ und die Videokonferenz-App „Zoom“ beispielsweise die fahrzeugeigene Selfie- und Videokamera verwenden. Um eine Fahrerablenkung zu vermeiden, ist die Bildübertragung während der Fahrt deaktiviert. Weiterer Vorteil: Die neue Software-Architektur erlaubt es, dass Apps künftig schneller ins Fahrzeug finden.

In den Mercedes me Store ist ein neuer App Store integriert, dessen Angebot sukzessive erweitert wird. So bleibt die E-Klasse aktuell und lässt sich umfangreich personalisieren.

Zum Start der neuen E-Klasse sind folgende Apps im Portfolio:

  • „TikTok“
  • Spiel „Angry Birds“
  • Cloud-basierte Collaboration-Plattform „Webex by Cisco“
  • Videokonferenzsystem „Zoom“
  • Browser „Vivaldi“

Zudem ist das Entertainment-Portal ZYNC mit an Bord. Auf einer Benutzeroberfläche auf Zentral- und Beifahrer-Display (optional) bietet es Video-Streaming, On-Demand-Inhalte, interaktive Erlebnisse, lokale Videoprogramme, Sport, Nachrichten und vieles mehr. Über 30 Streaming-Dienste von renommierten globalen, regionalen und lokalen Partnern stehen bereits zur Verfügung. Weitere Partner und Kanäle werden laufend integriert.

Beifahrer Bildschirm

In Europa und in immer mehr Ländern kann die Beifahrerin oder der Beifahrer auf dem Display während der Fahrt dynamische Inhalte wie TV- oder Videostreaming sehen. Voraussetzung dafür ist ein Schutz der Fahrerin oder des Fahrers vor Ablenkung. Das kamerabasierte System der E-Klasse nutzt ein weiterentwickeltes Sperrkonzept, das noch intelligenter als die bisherige Lösung ist. Die oder der Fahrende kann den Inhalt auf dem Bildschirm nicht mehr erkennen. Das haben umfangreiche Probandenversuche bestätigt. Zudem erlauben die Behörden in der EU, den USA, in China, Norwegen, UK und in der Schweiz bei diesem System einen freien Audio-Genuss bei dynamischen Inhalten. Die Kopplung eines Kopfhörers ist dort keine Pflicht.

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Das Konzept arbeitet zweistufig: Zunächst registriert die Sitzbelegungserkennung, ob jemand neben der Fahrerin oder dem Fahrer Platz genommen hat. Wenn das der Fall ist, lässt sich während der Fahrt vom Beifahrersitz aus die Touchoberfläche des Displays per MBUX nutzen. Ist der Beifahrersitz hingegen nicht belegt, wird der Bildschirm zum digitalen Zierbild. Die Kundin oder der Kunde kann unter verschiedenen Motiven wählen. Darunter ist zum Beispiel auch ein Sternenhimmel, also das Mercedes-Benz Pattern.

Die Dual Light Control-Technologie (DLC) des Beifahrer-Displays verringert die Gefahr, dass dynamische Inhalte wie Filme peripher von der Person am Steuer gesehen werden können. Diese von Mercedes-Benz entwickelte Sichtschutzfunktion ist schaltbar. Inhaltsbasiert kann das System also die Einsehbarkeit für die Fahrerin und den Fahrer an- oder ausschalten.

Eine Kamera (ausstattungsabhängig entweder im Fahrer-Display oder in der Instrumententafel) erfasst zugleich die Augen der Fahrerin oder des Fahrers. Das intelligente System kann erkennen, ob die Augen auf den Beifahrer-Bildschirm schauen. Berücksichtigt wird dabei beispielsweise, wie die oder der Fahrende lenkt und wie oft und lange sie oder er zur Beifahrerseite hinüberblickt. Gegebenenfalls wird die Helligkeit des Beifahrer-Bildschirms reduziert. Die Beifahrerin oder der Beifahrer kann also weiterhin die Bildinhalte verfolgen, während sie für die Fahrerin oder den Fahrer nicht erkennbar sind. Das reduziert das Ablenkungspotenzial auf ein Minimum.

Quelle: Mercedes-Benz AG

Bildquellen

  • 23C0014_010: © Mercedes-Benz AG
  • 23C0050_031: © Mercedes-Benz AG
  • 23C0050_051: © Mercedes-Benz AG

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